Sehenswürdigkeiten in Krakau — Das muss man in Krakau unbedingt sehen — Teil 2

Sehenswürdigkeiten in Krakau (Foto)

Ich setze meine Erzählung über die Sehenswürdigkeiten in Krakau fort und möchte diese schöne Stadt unter dem Aspekt der Religion und Kultur beschreiben.
Krakau war schon immer ein wichtiges Zentrum des religiösen Lebens in Polen, wovon zahlreiche Kirchen, Kathedralen und Klöster zeugen. Außerdem gibt es keinen anderen Ort auf unserem Planeten, der so eng mit dem Namen vom polnischen Papst Johannes Paul II. verbunden ist, der hier viele Jahre lang lebte.
Welche Sakralbauten sind in Krakau zu bestaunen? Was kann man in Kazimierz sehen? Was gibt es Sehenswertes im jüdischen Viertel, das auch ein Teil von Kasimerz ist? Lesen Sie in diesem Beitrag.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Kirchen und Klöster

Dank vielen wunderschönen Bauwerken und über 100 Kirchen, nennt man Krakau Florenz des Nordens oder auch polnisches Rom.
In der Altstadt findet man Sakralbauten auf Schritt und Tritt. Am Hauptmarkt liegt die Hauptkirche von Krakau — die Marienkirche (Kościół Mariacki) — und auf dem Platz kann man die St.-Adalbert-Kirche (Kościół św. Wojciecha) bewundern. In geringer Entfernung von der Marienkirche liegt die St.-Barbara-Kirche (Kościół św. Barbary), die man zu den charakteristischen Bauwerken der Krakauer Altstadt zählt.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Marienkirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Marienkirche (Foto)

Unterwegs zum Wawel entdeckt man in der Grodzka-Straße die St.-Peter-und-Paul-Kirche (Kościół św. św. Piotra i Pawła) und die St.-Andreas-Kirche (Kościół św. Andrzeja):

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Peter-und-Paul-Kirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Peter-und-Paul-Kirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Andreas-Kirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Andreas-Kirche (Foto)

Die Andreaskirche wurde im 11. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Die Türme wurden im 17. Jahrhundert durch barocke Helme ergänzt, die mit der strengen romanischen Fassade kontrastieren.
Einen Kontrast zur Andreaskirche bildet auch die benachbarte barocke St.-Peter-und-Paul-Kirche, die im 16. und 17. Jahrhundert erbaut wurde. Sie war der erste barocke Bau in Krakau.

Die Grodzka-Straße durchkreuzt die Dominikanska-Straße, über die man zu den zwei weiteren Kirchen kommen kann: Dominikanerkirche und Franziskanerkirche.

Die Dominikanerkirche der Heiliger Dreifaltigkeit (Kościół Dominikanów) liegt in der Stolarska-Straße 12. Diese gotische Kirche ist eine der größten katholischen Kirchen in Krakau, sie gehört dem Orden der Dominikaner. Da es zur Zeit unseres Besuches da keinen Gottesdienst gab (die meisten Kirchen funktionieren noch und die Krakauer Katholiken besuchen sie), konnten wir die Kirche betreten und sie drinnen besichtigen. Das Innere ist schön, besonders sehenswert sind die Kapellen. (In Kirchen haben wir keine Fotos gemacht, um die Gefühle der Gläubigen nicht zu verletzen).

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Dominikanerkirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Dominikanerkirche (Foto)

Wenn Sie die Möglichkeit haben, besuchen Sie unbedingt die Franziskanerkirche (Kościół Franciszkanów), die zusammen mit dem angrenzenden Franziskanerkloster in der Franciszkańska-Straße liegt. Hier sind das Gebäude in der Backsteingotik und Jugendstilfenster besonders zu bewundern. Diese Kirche gehörte zu einem der beliebtesten Orten von Papst Johannes Paul II. zur Zeit seiner Studienjahre.
Während des Gottesdienstes ist die Kirche geschlossen, deshalb waren wir leider nicht drinnen.

Nicht zu vergessen ist natürlich die Wawel-Kathedrale — eine Bischofskirche, wo die polnischen Könige gekrönt wurden. In der Kathedrale befinden sich die Grabmäler einiger Könige und nationalen polnischen Helden. Hier liegen auch die Reliquien des Heiligen Stanislaus, Bischofs von Krakau im 11. Jahrhundert, der sehr verehrt wird.

Sehr gut hat mir die barocke St.-Anna-Kirche (Kościół św. Anny) gefallen, die in der Altstadt, in der Św.-Anny-Straße 11 liegt:

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Anna-Kirche - im Hintergrund (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: St.-Anna-Kirche – im Hintergrund (Foto)

Da die Errichtung der Kirche von Professoren der benachbarten Jagiellonen-Universität unterstützt wurde, hat die St.-Anna-Kirche den Status einer Universitätskirche.
Schöne Skulpturen und Malereien der italienischen Meister hinterlassen einen imposanten Eindruck.

Christliche Bauten in Kazimierz

Drei weitere herrliche Kirchen haben wir im Stadtteil Kazimierz besichtigt.

Auf dem Weg zur Paulinerkirche (ein anderer Name: St.-Michael-und-Stanislaus-Kirche) sind wir auf die St.-Katharinen-Kirche (Kościół św. Katarzyny) und das Augustinerkloster (aus dem 15. Jahrhundert) gestoßen. Diese sind auch einen Besuch wert. Adresse: Augustiańska 7.

Sehr beeindruckt war ich von der Paulinerkirche auf dem Felsen (Kościół Paulinów Na Skałce). Wirklich schön!

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Die barocke Kirche erinnert mich etwas an die Andreaskirche in Kiew. Vergleichen Sie:

Paulinerkirche in Krakau (links), Andreaskirche in Kiew (rechts)

Paulinerkirche in Krakau (links), Andreaskirche in Kiew (rechts)

Zur Paulinerkirche, die zugleich ein Männerkloster ist, kann man über die Skałeczna-Straße oder von der Seite der Weichsel kommen. Leider sind wir hin zu spät gekommen und hatten nicht genug Zeit, um alles zu betrachten. Gegen 20 Uhr werden die Tore geschlossen. Ein Mönch hat uns gebeten, das Gelände des Klosters zu verlassen 🙁

In Krakau gibt es bekannte Touristen-Routen wie der Königsweg und der St.-Stanislaw-Weg. Gerade der zweite führt an einigen wichtigen Kirchen vorbei:

St.-Stanislaw-Weg in Krakau (Foto)

St.-Stanislaw-Weg in Krakau (Foto)

Auf der Route liegen auch die Fronleichnamskirche (Bazylika Bożego Ciała) — in der Bożego Ciała 25 — und die Kirche und das Spital der Barmherzigen Brüder (Kościół i Szpital Bonifratrów) — Krakowska 48, die wir am nächsten Tag besucht haben.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Fronleichnamskirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Fronleichnamskirche (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Spital der Barmherzigen Brüder in der Trynitarska-Straße (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Spital der Barmherzigen Brüder in der Trynitarska-Straße (Foto)

Tipps:
1. Wenn man eine Kirche besuchen möchte, sollte man richtig angekleidet sein. Strandkleidung passt nicht!
2. Handys und Kameras gehören auch nicht in die Kirche.
3. Während des Dienstes gläubige Menschen bitte nicht stören!

Jüdisches Viertel in Kazimierz

In Kazimierz kann man auch das jüdische Viertel mit seinen Synagogen und anderen historisch bedeutenden Bauten besuchen.
Die älteste Synagoge von Krakau — das Alte Synagoge (Synagoga Stara) in der Szeroka-Straße 24, — stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Alte Synangoge (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Alte Synangoge (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Alte Synagoge (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Alte Synagoge (Foto)

In der Alten Synagoge befindet sich heute das Museum „Geschichte und Kultur der Juden“, das ein Teil des Historischen Museums von Krakau ist.
Öffnungszeiten:
Vom April bis Oktober:
Mo                    10.00-14.00
Di-So                9.00-17-00

Vom November bis März:
Mo                     10.00-14.00
Di-Do, Sa-So  9.00-16-00
Fr                       10.00-17-00

Nicht weit von der Alten Synagoge liegen die Isaak-Synagoge (Bożnica Izaaka) — in der Kupa 18, die Hohe Synagoge (Bożnica Wysoka) — in der Józefa 38, die Synagoge-Remuh (Bożnica Remuh) — in der Szeroka 40.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Eingang zur Synagoge-Remuh (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Eingang zur Synagoge-Remuh (Foto)

Weitere Sehenswürdigkeiten findet man in der Miodowa-Straße. Hier liegen die Tempel-Synagoge (Synagoga Tempel) — in der Miodowa 24, die heutzutage als ein jüdisches Zentrum benutzt wird, und der Neue jüdische Friedhof (Nowy cmentarz żydowski) — in der Miodowa 55, der im 19. Jahrhundert angelegt und während des Zweiten Weltkrieges stark zerstört wurde. Der Friedhof erstreckt sich über ein großes Gebiet und bietet zahlreiche alte Grabsteine zu sehen. Am Eingang befindet sich das Mahnmal zu Ehren der während des Krieges in Krakau ermordeten jüdischen Familien.

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Bei Reisebüros werden City-Touren (Rundgänge und Rundfahrten) durch die Krakauer Altstadt sowie durchs Jüdische Viertel angeboten, bei denen englischsprachige Reiseführer Touristen begleiten. Preis bei SeeKrakow: 50 PLN. Genauere Infos finden Sie unter: www.seekrakow.com

Deutschsprachige Führungen bekommt man bei Golf-Cart-Rundfahrten, die auf dem Marktplatz angeboten werden. Nach dem Preis habe ich nicht gefragt.

Krakau als Kulturstadt

Als Kulturstadt bietet Krakau eine bunte Palette an Kulturveranstaltungen an: Ausstellungen, Konzerte, Festivals usw.
Montag-, dienstag- und mittwochabends kann man ins Konzert der klassischen Musik gehen, das in der St.-Peter-und-Paul-Kirche stattfindet. Eintrittskarten kosten 60 PLN pro Person, 40 PLN für Studenten.
Vor der Kirche kann man sich aber Straßenmusiker anhören, kostenlos oder für wenig Geld, wenn man sie unterstützen möchte. Einmal spielte eine Cellistin, ein andermal war es ein Geiger. Echt schön!!

In der Stadt gibt es einige Theater und zahlreiche Museen.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Słowacki-Theater (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Słowacki-Theater (Foto)

Empfehlenswert sind Museen im Königlichen Schloss Wawel und das Nationalmuseum, das neben dem Hauptgebäude auch einige Zweigstellen betreibt (darunter die Kunstgalerie in den Tuchhallen, das Czartoryski-Museum, das Geburtshaus von Jan Matejko).

Der polnische Maler Jan Matejko ist von Krakauern hoch verehrt, 2013 wurde das Jan-Matejko-Denkmal auf der westlichen Seite des Barbakans im städtischen Park Planty enthüllt:

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Jan-Matejko-Denkmal (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Jan-Matejko-Denkmal (Foto)

Interessante Ausstellungen bietet auch das Museum der Jagiellonen-Universität Collegium Maius, das in der Jagiellońska-Straße 15 liegt. Man kann historische Säle von der Bibliothek bis zur Aula besuchen. Besonders wertvoll sind Sammlungen von historischen Wissenschaftsinstrumenten aus dem Bereich Astronomie, Chemie und Physik.
Dauerausstellungen umfassen:
– Die historischen Innenräume (Kunstsammlungen und Wissenschaftsinstrumente)
– Die Galerie westeuropäischer Malerei
– Die Ausstellung mittelalterlicher Kunst (Malerei, Plastiken)
– Interaktive Ausstellung Welt der Sinne
Eintrittspreis: 7 bis 16 Zloty.
Der Eintritt zum Professorengarten (mit einer interaktiven Ausstellung) und zum Innenhof ist frei.

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Im Collegium Maius (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Im Collegium Maius (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Professorengarten im Collegium Maius (Foto)

Sehenswürdigkeiten in Krakau: Professorengarten im Collegium Maius (Foto)

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Natürlich kann die Liste der Krakauer Sehenswürdigkeiten ergänzt werden, denn die Stadt bietet noch viel Interessantes und Hervorragendes zu sehen. Leider waren wir nicht sehr lange in Krakau und innerhalb von ein paar Tagen ist es einfach unmöglich alles zu sehen. Aber ich bin sehr zufrieden, dass ich diese wunderbare Stadt besucht habe, und träume schon von einer anderen Reise nach Krakau.

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